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Nach dem Röttgen-Rauswurf: Merkels schwarz-gelbes Himmelfahrtskommando
Norbert Röttgen drohte für Bundeskanzlerin Angela Merkel zur "Lame Duck" zu werden und das kann sie gar nicht gebrauchen. Aber ihr Rauswurf Röttgens zeigt auch: Es geht an ihre Substanz.
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Angela Merkel hat es ja auch drauf ankommen lassen. Für Mittwochabend hatte sie sich ein Himmelfahrtskommando ins Kanzleramt bestellt. Ein gutes dutzend schwarz gekleideter Herren vom "Himmelfahrtsverein" aus Chemnitz warteten mit ihren schwarzen Zylindern und den weiß-grün gestreiften Schärpen vor dem Kanzleramt und staunten, als eine ganze Meute Kameraleute und Journalisten an ihnen vorbeimarschierte. Nun, sie ahnten schon, dass die nicht wegen ihnen da waren, sondern eher wegen des anderen Himmelfahrtskommandos - dem schwarz-gelben. Denn Angela Merkel hat nur drei Tage nach dem Wahl-Desaster in Nordrhein-Westfalen ihren Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) entlassen. Es ist kein Rücktritt Röttgens. Ganz im Gegenteil. Er wollte weitermachen, sie hat ihn rausgeschmissen. Zu niederschmetternd war Röttgens Debakel in Nordrhein-Westfalen und das Thema Energiewende ist nicht nur zu groß, um es einem derart angeschlagenen Minister zu überlassen. Es ist auch zu sehr mit ihr persönlich verbunden, als dass sie es in den Händen eines Mannes lassen kann, der nur noch als "Mister 26 Prozent" herumgereicht wird. Merkel war es, die diese Wende hingelegt und gestartet hat.
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