"Islamischer Staat" und Arabien: Opfer eigenen Versagens
zum Hauptinhalt
Bisher ist der Kampf gegen die Terrormiliz ohne durchschlagenden Erfolg.

© REUTERS

Tagesspiegel Plus

"Islamischer Staat" und Arabien: Opfer eigenen Versagens

Die Dschihadisten des "Islamischen Staats" überrollen immer größere Gebiete Arabiens mit ihrem Terror. Am Ende die muss die islamische Welt mit dem IS und dessen religiöser Gewaltideologie alleine fertig werden – auch wenn es Jahre dauert. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Martin Gehlen

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

In Syrien und Irak beherrschen sie ein Gebiet wie Großbritannien. In Libyen etablieren sie in Gaddafis Geburtsstadt Sirte ihre nächste Terrorzentrale – mit Blick auf Europa und das Mittelmeer. Selbst in Ägyptens Hauptstadt Kairo operieren die schwarzen Gotteskrieger Woche für Woche mit Mordanschlägen und Megabomben. Noch nie hat eine Terrorbewegung die arabische Welt so in ihren Fundamenten erschüttert wie die Dschihadisten des "Islamischen Staates" (IS). In Taktik und Kampfdisziplin sind sie ihren staatlichen Kontrahenten überlegen, die – wie im politischen Bagdad – nach wie vor im Salon über die Sitzordnung streiten, während über ihrem Kopf bereits das Haus in Flammen steht. Und so verdankt der IS seine Erfolge nicht so sehr der unbezwingbaren eigenen Stärke, sondern der Korruptheit, Fahrlässigkeit und Inkompetenz seiner Gegner.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })