Studie zu Anti-Islam-Demonstrationen: "Pegida hat ein Integrationsdefizit"
zum Hauptinhalt
"Pegida"-Demonstration in Dresden

© Jens Schlueter/AFP

Tagesspiegel Plus

Studie zu Anti-Islam-Demonstrationen: "Pegida hat ein Integrationsdefizit"

Wissenschaftler des Rats für Migration erforschen das Phänomen in Dresden und bieten Lösungsvorschläge an. Die Forscher sagen, dass die "Pegida"-Demonstranten Deutschland nicht mehr verstehen.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Eigentlich müsse man den Demonstranten in Dresden Integrationskurse anbieten, erklärt Naika Foroutan, Migrationswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Denn hinter der Dresdner Bewegung stecke nicht Angst vor einer angeblichen Islamisierung Deutschlands. „Pegida“ beruhe vielmehr vor allem auf Desinformation und Vorurteilen. „Viele Menschen überschätzen zum Beispiel, wie viele Muslime tatsächlich hier leben“, sagt Foroutan. Die Zahl liege in den meisten Regionen deutlich und konstant unter fünf Prozent. Forscher identifizieren ein Integrationsdefizit bei den „Pegida“-Demonstranten. Sie würden die postmigrantische Gesellschaft in Deutschland nicht verstehen.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })