
Bundesinnenminister Dobrindt plant, den Schutzstatus von Syrern in Deutschland überprüfen zu lassen. Hunderttausende Menschen könnten betroffen sein. Droht ihnen die Abschiebung?

© dpa/Daniel Karmann
Das BAMF ist für die Durchführung von Asylverfahren und Migrationsangelegenheiten zuständig. Lesen Sie hier Nachrichten zu der Behörde.

Bundesinnenminister Dobrindt plant, den Schutzstatus von Syrern in Deutschland überprüfen zu lassen. Hunderttausende Menschen könnten betroffen sein. Droht ihnen die Abschiebung?

Bei jungen Männern solle die Widerrufsprüfung beginnen, meint der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion. Dazu ist geplant, die freiwillige Ausreise stärker als bisher zu fördern.

Das BAMF erkennt immer mehr Syrern den Schutzstatus in Deutschland ab, weil sich die Lage im Land verbessert habe. Aber stimmt das? Und was bedeutet das für Abschiebungen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Im Rahmen von Rückkehrprogrammen des Bundes sind im ersten Halbjahr 9276 Menschen wieder in ihre Heimatländer ausgereist. Schon 2025 war die Zahl freiwilliger Rückkehrer deutlich gestiegen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widerruft zunehmend Entscheidungen bei Menschen aus dem ehemaligen Bürgerkriegsland. Das Innenministerium nennt die Gründe dafür.

Heimreise oder langfristiger Aufenthalt? Wie geht es weiter mit den syrischen Flüchtlingen in Deutschland? SPD- und unionsgeführte Länder zeigten sich jüngst nicht einig.

Wer sich weigert, in der Ukraine zu kämpfen, bekommt bei uns Schutz – diesen Eindruck erweckte Olaf Scholz 2022. Statt in den Krieg zog Juri deshalb nach Deutschland. Doch schnell musste er feststellen: So einfach ist es nicht.

Innenminister Dobrindt betont, Deutschland gehe bei der EU-Asylreform „über die Vorgaben hinaus“. Dabei ist die Bundesrepublik in vielen Bereichen schlecht vorbereitet. Wird das zum Problem für die „Migrationswende“?

Die Asylanträge gehen weiter zurück – ein Erfolg der Migrationspolitik der Bundesregierung? Innenminister Dobrindt glaubt das. Migrationsforschende sehen das anders.

Das Bundesinnenministerium möchte, dass mehr geflüchtete Syrer freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren. Deshalb soll offenbar die Rückkehrprämie auf 8000 Euro erhöht werden.

Das BAMF hatte für bestimmte Ausländer einen Zulassungsstopp für die Teilnahme an Integrationskursen verhängt. Die Bundesländer kritisieren das aus mehreren Gründen.

Seit dem Machtwechsel sind laut UNHCR über 1,6 Millionen Schutzsuchende in ihre von einem jahrelangen Bürgerkrieg gezeichnete Heimat zurückgekehrt. Vor allem jene, die in den Nachbarländern zu Syrien in Flüchtlingsunterkünften leben mussten.

Über 1000 Geflüchtete sollen in die neue Unterkunft an der Hasenheide in Berlin ziehen. Die Grünen sehen die Struktur des Kiezes gefährdet. Der Senat begründet die zentrale Lösung mit guter Anbindung zur U-Bahn.

Die Sanierung des größten deutschen Stahlherstellers bis 2030 ist vereinbart und finanziert. Während um den Kaufpreis für Jindal Steel gefeilscht wird, meldet sich ein anderer Interessent.

Sechs Millionen Euro kostete die größte Studie zu Rassismus in deutschen Behörden – beauftragt vom Innenministerium. Jetzt greifen die untersuchten Behörden die Studie an. Warum? Ein Gespräch mit Studienleiter Gert Pickel.

Tausende Integrationskurse werden künftig nicht mehr finanziert. Für Betroffene heißt das: Der Zugang zu Sprache und Arbeit wird erheblich erschwert – und damit auch das Ankommen in Deutschland.

Maxim Heller unterrichtet an der Volkshochschule Berlin-Mitte. Er sagt: Mit dem Stopp der Kurse durch das Innenministerium werde Integration erschwert oder sogar unmöglich.

Verlieren Tausende Migranten in Brandenburg den Zugang zu Integrationskursen? Kürzungen haben Folgen für den Arbeitsmarkt, mahnt der Wirtschaftsminister. Wie das Land reagiert.

Wie viele Kurse könnten wegfallen? Wie viele Betroffene keinen Kurs bekommen? Ein Blick auf die Konsequenzen der Entscheidung für Berlin.

Das Innenministerium hat einen großen Teil der Integrationskurse gestoppt. Auch aus Niedersachsen kommt nun heftiger Widerspruch. Der Schritt sei für Deutschland „absolut fatal“.

Senatorin Kiziltepe kritisiert Sparpläne des Bundes bei Integrationskursen scharf. Sie prüft, ob Berlin etwas dagegen tun könnte. Auch Abgeordnete sind entsetzt.

Das Innenministerium stoppt Integrationskurse – offenbar ohne sich mit dem Koalitionspartner abgesprochen zu haben. Einsparungen beim Thema Migration seien „eine Katastrophe“, heißt es aus der SPD.

Die Zahl der geförderten Ausreisen ist 2025 um 60 Prozent gestiegen. Fast 3700 Menschen kehrten allein nach Syrien zurück. Der Bund zahlt bis zu 1000 Euro „Starthilfe“.

Das Kabinett hatte entschieden, künftig ohne Mitsprache des Bundestags per Verordnung entscheiden zu wollen, ob ein Herkunftsstaat sicher ist. Die Grünen-Fraktion wendet sich ans Bundesverfassungsgericht.

Weniger Asylbewerber, mehr Abschiebungen – bei der Migration zeigt sich zum Jahresstart die härtere Gangart der Regierung. In der Diskussion sind weitere Verschärfungen.

Vor ihrer Winterklausur fordert die CSU die Rückführung der allermeisten syrischen Geflüchteten, auch ukrainische Männer sollen an die Front geschickt werden. Ist das realistisch? Der Faktencheck.

Die Asylbewerberzahlen gehen zurück, was viele Kommunen bei der Unterbringung entlastet. Die Integration aber bleibt wegen Hürden an vielen Stellen herausfordernd.

Die neue Bundesregierung führt den Rückgang der Asylzahlen auf ihre Politik zurück. Eine Migrationsforscherin hält dagegen.

Die Debatte über die Rückführungen von Syrern und Syrerinnen läuft weiter auf Hochtouren. Einen Schutztitel vom Bamf erhalten nur noch ganz wenige von ihnen.

Während die Debatte über Rückführungen von Syrern läuft, entscheidet ein weiteres Verwaltungsgericht, dass sie unter bestimmten Umständen abgeschoben werden können.

Dissens in der Union: Bei seinem Besuch in Damaskus hatte sich der Außenminister bestürzt gezeigt über die Kriegsfolgen im Land. Sein Ministerkollege will Flüchtlinge dennoch schnell zurückbringen lassen.

Straftäter und Gefährder sollen regelmäßig zurück nach Afghanistan gebracht werden. Wegen der Herrschaft der Taliban ist das umstritten. Der Innenminister schickt offenbar im Oktober eine Delegation.

Die Anerkennungsquote von Asylanträgen in Deutschland ist stark gesunken. Gleichzeitig wurden die Grenzkontrollen verstärkt. Der Innenminister verteidigt die restriktivere Migrationspolitik.

Die Regierung will mehr Menschen zurück an den Hindukusch schicken. Wie das geschehen soll, ist unklar. Der Innenminister sagt, dazu gebe es Gespräche auf „technischer Ebene“ mit den Machthabern.

Seit 2012 wurden EU-weit immer in der Bundesrepublik die meisten Asylanträge gestellt. Nun liegen zwei andere Länder vorn. Die Trendwende hängt auch mit dem Machtwechsel in Syrien zusammen.

Erstmals seit dem Regierungswechsel ist ein Flieger mit Schutzsuchenden aus Afghanistan in Deutschland gelandet. Die Umstände sind skandalös.

Zahlen sinken, Regierung erfolgreich? An den Grenzkontrollen haben viele Zweifel. Aber welche Auswirkung haben sie auf die Migration und wo müsste die Regierung tatsächlich handeln?

Die Abschiebung einer gut integrierten Familie aus Lychen beschäftigt die Politik. Vor dem Verwaltungsgericht Potsdam scheiterte sie nun mit einer Klage. Trotzdem wird weiter ihre Rückholung gefordert.

Nach der Abschiebung einer jesidischen Familie formiert sich in der brandenburgischen Kleinstadt Protest. Besonders die Kinder wollen nicht tatenlos zusehen, wie ihre Mitschüler verschwinden.
Peter Tschentscher und Kai Wegner – verkehrte Welt, was die Härte angeht. Das bringt die SPD-Spitze unter Druck. Sie muss sich ja überall um Stimmen bemühen.
öffnet in neuem Tab oder Fenster