Charité-Leiche: Wem gehört Rosa Luxemburg?
Am Grab von Rosa Luxemburg in Friedrichsfelde diskutieren Besucher: Macht es einen Unterschied, ob die Revolutionsführerin tatsächlich hier liegt? Der Berliner Charité-Rechtsmediziner Tsokos würde den Leichnam herausgeben, wenn sich herausstellt, dass es sich tatsächlich um Luxemburg handelt.
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Berlin - Mag sein, dass Geschichte wieder einmal um- oder neu geschrieben werden muss, weil im Keller der Berliner Charité der mutmaßliche Leichnam von Rosa Luxemburg aufgetaucht ist. Doch das ist hier erst mal egal: Am Grab von Rosa Luxemburg auf dem Sozialisten-Friedhof in Friedrichsfelde stehen am Samstag frische Rosen. Kleine Steine liegen verstreut auf der Grabplatte. Ob Rosa nun in ihrem Grab liegt oder nicht – „das sind alles verdiente Leute hier“, sagt ein Rentner. Jedes Jahr kommt er zum Gedenktag für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Eine Reisegruppe aus Dortmund hat aus aktuellem Anlass einen Abstecher zur „Gedenkstätte der Sozialisten“ gemacht. „An der Mystik des Ortes ändert das nichts“, meint eine Frau. Eine ältere Dame, „Jahrgang 1927“, hält es allerdings für einen „dicken Hund“, dass die richtige Rosa möglicherweise 90 Jahre lang in einer Vitrine der Charité gelegen hat statt in einem richtigen Grab. „Das ist doch verwerflich.“
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