Frank Pasquale in Berlin: Fake wird News?
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Frank Pasquale fordert mehr Transparenz bei den Algorithmen der Suchmaschinen und sozialen Medien.

© re:publica/Jan Michalke

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Frank Pasquale in Berlin: Fake wird News?

Der Rechtswissenschaftler Frank Pasquale warnt im Rahmen der Re:Publica vor den Folgen einer weiteren Automatisierung des Internets.

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Algorithmen und ihre Funktionsweisen, meint Frank Pasquale, sind so kompliziert, dass sie kaum ein Mensch versteht. Deshalb sei Medienkompetenz „ein zentraler Schlüssel, um mit algorithmusgetriebenen Informationen umzugehen“, sagte er in seinem Vortrag „Der automatisierte Raum“, der am Montag den medienpolitischen Teil der MediaConvention im Rahmen der Re:Publica in Berlin eröffnete. Seit Jahren erforscht der Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Maryland die Auswirkungen von Algorithmen, und er fordert mehr algorithmische Verantwortung, mehr algorithmische Transparenz. Denn Nutzer von Suchmaschinen, meint er, verstehen sonst nicht, wie unglaubwürdig und unzuverlässig Google sein kann. Was uns warum vorgesetzt wird, wenn wir einen Suchbegriff eingeben.
Im Prinzip geht es darum, wie man sich im Internet bewegt, das ein ebenso öffentlicher Raum geworden ist wie zum Beispiel der Alexanderplatz in Berlin. Nur dass die Regeln anders sind und so intransparent, dass die meisten sie nicht verstehen und zudem oft nur das sehen, was uns irgendwelche Algorithmen vorsetzen. Das wäre so, als wenn wir an der Ampel an einer vielbefahrenen Straße stehen und nicht wissen, ob sie gerade wirklich auf grün gesprungen ist oder uns das nur ein Algorithmus vorgaukelt, weil er aus unseren vorherigen Verhaltensweisen herausgefunden zu haben glaubt, dass wir nicht gern lang an roten Ampeln warten. So können wir im digitalen öffentlichen Raum oft nicht unterscheiden, ob eine Nachricht von einem vertrauenswürdigen Medium kommt oder von einer Seite, die gezielt Propaganda und Fake News verbreitet. Ob das Suchergebnis, das wir bekommen, etwas mit der Realität zu tun hat oder ein Fake ist. Auch die Meinungsbeeinflussung auf Google und Facebook ist groß. Pasquale zeigte das am Beispiel Barack Obama. Gibt man im amerikanischen Google das Fragefragment ein „Is Obama a...“, ergänzt Google automatisch „Antisemit“, „liberal“, „Kommunist“ und „Terrorist“.

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