
© privat
Nachruf auf Silja Viermann: „Das geht nicht!“
Sie hatte so viel Energie; da blieb genug für andere übrig. Bis alle Kraft aus ihr entschwand.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Zuerst hatte Silja es geliebt, sich mit ihrer großen Schwester das Zimmer zu teilen. Wenn sie oben im Doppelstockbett nicht schlafen konnte, beugte sie sich runter: „Birte, erzähl mir was.“ Und Birte, drei Jahre älter, erzählte ihr etwas. Als Silja zehn war, spürte sie, dass sie ihre Ruhe brauchte, einen Raum für sich. Erst war es nur ein winziges Zimmer, und als der Dachboden ausgebaut war, konnte sie dort mit ihrer besten Freundin Tina trampolinspringen und Mädchengeheimnisse austauschen. Man konnte Silja vieles anvertrauen, sie verstand immer. Manchmal musste man auch gar nichts sagen. Silja wusste, was los war. „Weine doch mal“, sagte sie zu Tina, die ihre Sorgen nicht hochkommen lassen wollte.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true