Einkommensentwicklung: Abgehängt ohne Tarif
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Zu teuer? Postchef Frank Appel findet, dass die Briefträger zu viel verdienen, und will jungen Kollegen künftig weniger zahlen.

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Einkommensentwicklung: Abgehängt ohne Tarif

Nur gut die Hälfte der Beschäftigten hat seit dem Jahr 2000 die Kaufkraft steigern können. In diesem Jahr gibt es im Schnitt 3,1 Prozent mehr Geld.

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Die Löhne und Gehälter steigen in diesem Jahr erheblich, doch nimmt man die Periode seit dem Jahr 2000 in den Blick, dann sieht die Einkommensbilanz bescheiden aus: Die durchschnittlichen Bruttolöhne je Beschäftigtem sind heute real, also abzüglich der Preissteigerung, nicht höher als zur Jahrtausendwende. Deutlich besser ergangen ist es den Arbeitnehmern, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, sie bekommen heute real gut zehn Prozent höhere Gehälter als vor vierzehn Jahren. Immerhin 60 Prozent der Beschäftigten in den alten Bundesländern werden nach einem Tarif bezahlt, im Osten sind es nur 47 Prozent. „Angesichts der rückläufigen Tarifbindung, des wachsenden Niedriglohnsektors und der zunehmenden Teilzeit- und Minijobs schlug die Tarifentwicklung nicht auf die tatsächlich gezahlten Verdienste aller Beschäftigten durch“, resümiert Reinhard Bispinck vom Tarifarchiv der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung.

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