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Arbeiten für den Staat: Bis jetzt nichts verdient
Dienstag, 1.09 Uhr: Bis dahin haben Arbeitnehmer rein rechnerisch nur für den Staat und die Sozialversicherung gerackert, erst jetzt geht's in die eigene Tasche, hat der Steuerzahlerbund ausgerechnet.
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Ab diesem Dienstag morgen, neun Minuten nach eins in der Früh, arbeiten Deutschlands Arbeitnehmer endlich in die eigene Tasche. Bis dahin haben sie – rein rechnerisch – nur für den Staat, die Sozialversicherungen, die Rundfunkanstalten und sonstige Stellen gerackert, die mit Steuern oder Abgaben der Bundesbürger finanziert werden. Das hat der Bund der Steuerzahler ausgerechnet.
Jedes Jahr begeht der Steuerzahlerbund den Steuerzahlergedenktag, eine Art Mittsommernacht des Steuer- und Abgabenwesens. Das gesamte Volkseinkommen, das bis zu diesem Tag erwirtschaftet wurde, fließt – rechnerisch – an den Staat. In diesem Jahr, so schätzt der Steuerzahlerbund, liegt die volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote bei 51,5 Prozent. Das heißt: Mehr als die Hälfte des Volkseinkommens geht in diesem Jahr für Steuern, Beiträge zur Sozialversicherung, den Rundfunkbeitrag (acht Milliarden Euro) oder die EEG-Umlage (23,6 Milliarden Euro) drauf. „Allein für den Rundfunkbeitrag und die EEG-Umlage müssen die Bürger fünf Tage im Jahr arbeiten“, sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, am Montag in Berlin.
Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Gesamtbelastung der Bürger leicht um 0,3 Prozentpunkte gefallen. Grund zum Jubeln sieht Holznagel dennoch nicht: Im internationalen Vergleich steht Deutschland, was die Steuerlast der Bürger angeht, nämlich noch immer schlecht da. Nur in Belgien und Ungarn zahlen Singles noch mehr Einkommen- und Umsatzsteuer, kritisiert der Verbandschef. Auch bei Familien ist die Belastung in Deutschland deutlich höher als international üblich.
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