Rentner im Osten: Erst Gewinner, dann Verlierer
zum Hauptinhalt
Tagesspiegel Plus

Rentner im Osten: Erst Gewinner, dann Verlierer

Von der deutschen Einheit haben viele Rentner im Osten zunächst profitiert. Doch das wird sich ändern: Gebrochene Berufsbiographien nach der Wende führen dazu, dass die gesetzliche Rente auf Dauer geringer ausfallen wird.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Für Norbert Blüm gab es keinen Zweifel: „Die Rentner sind die ersten Gewinner der deutschen Einheit“, erklärte der damalige Sozialminister im Januar 1995. Im Bundestag debattierten die Abgeordneten darüber, ob das nach der Wiedervereinigung geschaffene gemeinsame Rentenrecht für Ost und West geglückt sei. Für die Rentner in Ostdeutschland habe sich die Umstellung gelohnt, lobte der CDU-Politiker Blüm seine Reform. 16,7 Milliarden Ost-Mark hätten die letzten Rentenzahlungen in der DDR ausgemacht, inzwischen würden 63,5 Milliarden DM für den gleichen Personenkreis ausgegeben, rechnete er vor. Ein echter Fortschritt.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })