Alles erfunden, oder was? Unter dem Ansturm der Wirklichkeit gilt die Gattung des Romans als überholt. Doch auch wenn die Erzählonkel und -tanten in der Mehrzahl sind: Mischformen zwischen Fiktion und Nichtfiktion sind das Aufregendste, was die Literatur dieser Jahre zu bieten hat.
"Gravierende methodische Mängel": Der Präsident der Uni Hamburg, Dieter Lenzen, erklärt, warum seine Hochschule Ranglisten boykottiert und welche Alternativen er sieht.
Somnambul und selbstverliebt: Leos Carax’ Paris-Film „Holy Motors“ feiert vor allem die eigenen Bildermythen. Immerhin spielt nicht nur sein Alter Ego, Denis Lavant, mit, sondern auch Kylie Minogue, Eva Mendes und Michel Piccoli treten auf.
Der Luchterhand Literaturverlag hat eine „rückhaltlose Aufklärung“ seiner Geschichte in der NS-Zeit angekündigt. Das Unternehmen, das seit 2001 zur Bertelsmann-Verlagsgruppe Random House gehört, reagiert damit auf Recherchen der „tageszeitung“ (taz) über – so die Überschrift – „das braune Kapitel“ der Verlagshistorie.
Kinder aus bildungsfernen Familien haben es in ihrer Schullaufbahn doppelt schwer: Lehrer geben ihnen bei gleicher Leistung häufig schlechtere Noten als Schülern höherer Schichten. Und die Eltern bremsen ihren Weg aufs Gymnasium.
Francesco Schettino, Kapitän des gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia", steht wegen seines Verhalten während der Tragödie im Kreuzfeuer der Kritik. Im Moment sitzt er in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen Passagiere und Crew im Stich gelassen zu haben.
Mit den Worten „Ich hab janz hinten jesessn“ entschuldigt sich Schauspieler Horst Krause am Dienstagabend dafür, dass er als letzter Gesprächsgast die kleine Bühne des Filmmuseums erreicht. Ganz hinten sitzt er gern im Kino, da er dann ungestört einschlafen kann während des Films, aber der bereits dritte mit ihm gedrehte Fernsehfilm über den aus dem Polizeiruf bekannten Dorfpolizisten Krause, der diesmal den Titel „Krauses Braut“ trägt und gerade über die Kinoleinwand lief, lud eigentlich eher nicht zum Wegdämmern ein.
Comic-Star Alan Moore hat bisher drei Mal als Autor an „Superman“ gearbeitet. Was er noch gern mit dem Superhelden angestellt hätte, kann man jetzt in einer neuen deutschen Ausgabe des satirischen Meta-Comics „Supreme“ nachlesen.
Die Open-Access-Bewegung fordert mehr Freiheit für das Wissen im Netz. Zwar geht die nötige Reform des Urheberrechts nur langsam voran. Doch es gibt bereits eine ansehnliche Zahl digitaler Bibliotheken, die umsonst und frei sind. Surftipps aus der Netzspiegel-Redaktion.
Die Open-Access-Bewegung fordert mehr Freiheit für das Wissen im Netz. Zwar geht die nötige Reform des Urheberrechts nur langsam voran. Doch es gibt bereits eine ansehnliche Zahl digitaler Bibliotheken, die umsonst und frei sind. Surftipps aus der Netzspiegel-Redaktion.
Wie eine Mischung aus Kasimir Malewitsch und Hans Arps Holz-Reliefs muten sie an, die weißen Metallformen auf schwarzem Grund. Doch wenn „Nepomuk“ vom rückseitigen Motor in Gang gesetzt wird, sind wir unverkennbar bei Jean Tinguely.
Als Thomas Kapielski erstmals seine Aufwartung im Literaturbetrieb machte, klagte er in seinem opus magnum „Sozialmanierismus“: „Aber ach, man war dem Kunstbetrieb geflohen und geriet nun in den Schlick des nächsten Idiotenbetriebs.“ Das war zu der Zeit, 1999, da Kapielski als spätberufener Autor nach Klagenfurt zum Bachmann-Wettbewerb eingeladen worden war und dort auftrat mit einem Text, den er später als „Halbstünder“ bezeichnete, „der nun, so als Meta-Mucke, auch unbedingt mitreflektieren musste, was ich da so als neues Betriebsrädchen im Schreibgeschäft eigentlich machte.
Indem Physiker Lichtstrahlen umlenken, lassen sie Gegenstände scheinbar verschwinden. Das menschliche Auge ließ sich durch dieses Experiment jedoch nicht täuschen. Noch nicht.
In der ausverkauften Columbiahalle tritt die 23-jährige mit einer selbstironischen Performance den Beweis an, dass ihr stampfender Eurodisco-Pop klüger ist, als er klingt.
Der von den kolumbianischen Farc-Rebellen am Dienstag freigelassene Politiker Alan Jara (51) ist auf dem Flughafen der Stadt Villavicencio eingetroffen. Nach fast acht Jahren in der Gewalt der Farc wurde er von seiner Frau Claudia Rugeles und seinem Sohn Alan Felipe in die Arme genommen.
30 Studien zum Thema Krebs und Schichtarbeit ergaben für Schichtpersonal ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein Untersuchungsschwerpunkt lag auf Flugpersonal und Krankenschwestern.
Nach einem Erdbeben der Stärke 5,6 im Zentrum Kolumbiens ist die Opferzahl auf mindestens 14 gestiegen: Die Menschen kamen durch Steinschlag und Erdrutsche ums Leben. In einzelnen Regionen brach Panik aus.
Der Jazz hat ein Problem. Ihm ist sein Gott abhanden gekommen. Beim Berliner Jazzfest herrschte impulsive Stimmung nur in spätnächtlichen Klubs. In den Festspielhallen wurden dagegen intellektuell überspannte Exkursionen unternommen.