
© Eric Carlson, Ben Potter
Menschliche Evolution: Die vergessenen Eroberer Amerikas
Erbgutanalysen 11.500 Jahre alter Gebeine zeigen: Die Besiedlungsgeschichte der "Neuen Welt" muss korrigiert werden.
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Mal gab es saftigen Lachs, mal bruzzelte ein fetter Schneeschuhhase oder ein Arktisches Erdhörnchen über der Feuerstelle dieser Menschen – der einzigen weit und breit. Ob das Volk diese auch heute noch fast menschenleere Gegend, die es über eine schmale Landbrücke aus Asien erreicht hatte, als „Neue Welt“ erkannt und benannt hat, weiß niemand. Auch über den Grund, warum sie ihre sibirische Heimat verlassen und über die Beringstraße nach Alaska aufbrachen, lässt sich nur spekulieren. Waren es drastische Klimaveränderungen, die das Volk aus Nordostasien in die Fremde zwang, oder allein die menschentypische Neugier und Hoffnung auf ein besseres Leben? Sicher ist nur, dass diese aus Nordostasien stammenden „Ur-Beringier“ vor etwa 25.000 Jahren als erste Menschen Alaska besiedelten und damit die Vorfahren aller amerikanischen Ureinwohner sind. Ein Volk also, von dessen Existenz Forscher bislang nichts wussten – bis sie das Erbgut eines vor 11.500 Jahren mit etwa sechs bis zwölf Wochen gestorbenen Mädchens analysiert hatten.
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