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Gefürchtete Weltkriegsseuche „Gasbrand“ kehrt zurück: „Neun von zehn Antibiotika funktionieren nicht“
Aufgedunsene Leiber, fleischzersetzende Bakterien: „Gasbrand“ war in den Weltkriegen gefürchtet und ist eigentlich mit Antibiotika behandelbar. Doch nun berichten ukrainische Ärzte von der Front: Die Seuche ist zurück.
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Es beginnt harmlos. Erst fiebern die verwundeten Soldaten nur, haben Schüttelfrost. Doch dann blähen sich ihre Wunden auf und riechen muffig – Anzeichen, dass die Körperabwehr die Bakterien nicht mehr zurückhalten kann. Binnen Stunden entwickelt sich eine Sepsis, die Mikroben zersetzen Haut, Muskeln, jegliches Gewebe. Oft ist es für eine lebensrettende Behandlung zu spät, wenn die Front-Ärzte schließlich die Diagnose stellen: Gasbrand.
Hunderttausende Soldaten starben während der Weltkriege an dieser bakteriellen Wundinfektion, auch Myonekrose genannt. Jetzt ist sie zurück: Bei verletzten Soldaten und Zivilisten an der ukrainischen Front.
Schon in Friedenszeiten, bei bester medizinischer Versorgung, liegt die Sterblichkeit dieser gefürchteten Erkrankung bei etwa 20 bis 30 Prozent. Unter Kriegsbedingungen, also un- oder unterbehandelt, kann sie jedoch schnell 100 Prozent erreichen.
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