Alle Tagesspiegel-Artikel vom 18.08.2001
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Er kam, sah und traf. Nicht nur erstmals auf seine Nationalmannschafts-Kollegen, die sich schon seit drei Wochen auf die Basketball-Europameisterschaft vorbereiten, sondern auch am häufigsten in den gegnerischen Korb.

Es waren Bilder wie aus einem Albtraum: weinende Menschen rüttelten an Gitterstäben, um dem Feuer in ihrem Hotel in der philippinischen Stadt Quezon City zu entkommen. Ganze Familien schrien vergebens um Hilfe, während die Feuerwehrmänner nur ihre Schläuche auf sie richten konnten, um sie abzukühlen.

Die Deutsche Bank gerät wegen der T-Aktienaffäre immer stärker unter Druck. Nach Informationen des "Spiegel" sollen vier der fünf größten deutschen Fondsgesellschaften - darunter der Deutsche Investment-Trust (DIT) - aus Verärgerung ihren Handel mit dem Institut fürs Erste unterbrochen haben.

Die Berliner SPD wehrt sich gegen Vorwürfe, von ihren Kandidaten für die Abgeordnetenhauswahl ein verbindliches "Antrittsgeld" verlangt zu haben. Die politische Konkurrenz, allen voran die PDS, hatten der Partei vorgeworfen, von den drei ersten Kandidaten auf der Liste für Marzahn-Hellersdorf jeweils eine Zwangs-Spende in Höhe von 6000 Mark als Voraussetzung für die Kandidatur verlangt zu haben.

Von Lars von Törne

Was meinen Sie: Sollen betrunkene Fahrer härter bestraft werden?Rufen Sie am heutigen Sonntag zwischen 8 und 24 Uhr an: Wenn Sie dafür sind, wählen Sie 0137 - 203333-1, sind Sie dagegen die 0137 - 203333-2.

Vielleicht haben die Leute in Kleve oder in Meppen 1998 etwas mitbekommen von der Hockey-Weltmeisterschaft in Holland. Im Grenzgebiet haben sie womöglich den Lärm hören können, den die bis zu 20 000 Zuschauer in den ausverkauften Stadien des hockeyverrückten Nachbarlandes gemacht haben.

Die bizarre Szenerie scheint - künstlich und natürlich zugleich - von Floristen gesteckt: Abgestorbene Bäume recken ihr schwarzes Holz aus der Wasserfläche und weisen gen Himmel. Auf ihren Zweigen hocken Kormorane, Seeschwalben, Reiher und andere Vögel - Logenplätze über den Fischgründen.

Von Marlis Heinz

Schilder mit Hinweisen auf U-Boote, Wellengang in der Straßenbahn, Universallöcher im Alltag oder donnernde Brandung im Park - Chantal Labinski zelebriert ihre Kunst-Attacken auf den Terror der Routine eher unscheinbar im öffentlichen Raum. Im Britzer Garten hat die 33-Jährige diesmal etwas nur sachte Irritierendes vorbereitet: Wer sich auf das Gelände begibt, wird aus dem Süden zuerst leises Grollen vernehmen, wie von großen Meereswogen.

Der Schweiß perlt auf der Stirn, die Augen funkeln wild entschlossen, das Gesicht ist zur Grimasse verzerrt während sich die Kämpfer umkreisen. Mitten in den Schwerthieb ertönt eine scheppernde, elektronische Melodie.

Politiker der Union haben am Samstag gefordert, dass die Bundesregierung künftig deutsche Soldaten ohne Zustimmung des Parlaments zu Einsätzen ins Ausland schicken kann. Die aktuelle Debatte um den Einsatz in Mazedonien habe gezeigt, dass die gegenwärtige Praxis "absurd" sei, sagte der ehemalige CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble dem Tagesspiegel.

Die in Afghanistan regierenden Taliban haben am Samstag erneut eine Verlängerung der Visa für die drei westlichen Diplomaten abgelehnt, die sich um eine Freilassung der acht Shelter-Now-Mitglieder bemühen. Einen entsprechenden Antrag hätten er und seine beiden Kollegen nur Stunden zuvor eingereicht, erklärte Helmut Landes, Presseattaché der deutschen Botschaft in Pakistan.

Sie gehört zu den wenigen Filmschauspielerinnen in Deutschland, die mühelos den Übergang ins Fernsehen geschafft haben. Und dies, obwohl Marianne Koch während ihrer zwanzigjährigen Filmkarriere in rund sechzig Filmen mitgespielt hat, die freilich fast alle auf Deponien verschwunden sind.

Von Peter W. Jansen

Das neue Konzept für die Versorgung der Gäste ging auf: 28 verschiedene Restaurants und Caterer, meist aus Potsdam, verkauften Getränke und Speisen - und zwar zu annehmbaren Preisen. Die Boulette gab es schon für 2,50 Mark, die Bratwurst für vier Mark und die Nudelpfanne für fünf Mark.

Erst delirierten wir in the heat of nights and days, und dann klappte es noch nicht mal mehr mit dem Computer. Im Grunde ist doch vollkommen klar, warum Berlin niemals eine Hochwasserkatastrophe erleben könnte.

Um sechs Uhr morgens geht Edgar Bammatter auf die Pirsch. Um diese Zeit schultert der städtische Taubenwart auf der Gemüsebrücke sein Kleinkalibergewehr mit Schalldämpfer, nimmt eine Schachtel "Medizin" in den Sack, wie er die Munition bezeichnet, hängt sich das Fernglas um den Hals und klemmt sich einen Papiersack unter den Arm.

Wenn vier durchgeknallte Außerirdische in Alufolien-Raumanzügen auf einer mit alten TV-Monitoren, futuristischen Krafterzeugern und Trashdevotionalien überladenen Bühne herumlärmen, befindet man sich vermutlich in einem Konzert von "Man Or Astro-Man". Die intergalaktischen Invasoren haben sich im hinterwäldlerischen Alabama als Surfband getarnt, können aber auch dabei ihre extraterrestrische Herkunft nicht verleugnen: So manisch und wüst hat sich noch keine Band am alten Wellenreiter-Sound vergangen.

Die Weltrekordprämien sind im Tresor geblieben. Trotzdem brachte das zur Golden League zählende Leichtathletik-Meeting "Weltklasse Zürich" mit sechs Jahresweltbestzeiten und weiteren Spitzenwerten hervorragende Resultate.

Fünf der wichtigsten Hollywood-Produktionsfirmen wollen künftig ihre Filme auch im Internet vermarkten. PC-Besitzer sollen Filme aus einem breiten Angebot auswählen und gegen eine Gebühr herunterladen können, kündigten die beteiligten Studios an.

Ein Hauch von Woodstock an der Spree: Zum ersten Konzert von Manu Chao in Deutschland war die Friedrichshainer Ex-Hausbesetzerszene fast vollständig erschienen. Rund 8000 buntgescheckte Besucher ließen das Ereignis zu einem Happening werden, wie es die Arena wohl noch nicht erlebt hat.

Spot auf einen nackten Hintern - schon der Auftakt zum Gastspiel der Michael Clark Company ist ein Déja-Vu. Das Po-Dekolleté war ein Erkennungszeichen des britischen Exzentrikers, der in den Achtzigern das Ballettpublikum mit seiner "Kiss-my-ass"-Attitüde schockierte.

Von Sandra Luzina

Bei manchen Filmpremieren ist die Wahl des Ortes für die anschließende Party kinderleicht, die Entscheidung geradezu zwingend. Daher will es nicht recht einleuchten, warum "Der Planet der Affen" am kommenden Mittwoch, nach der Vorstellung im Cinestar am Potsdamer Platz, nicht im Affenhaus des Zoos, sonden im "90 Grad" begossen wird.

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