Nachruf auf Renate Friedrichs (Geb. 1940): Sie wollte nichts geschenkt haben
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Sie war stolz, schon immer. Renate Friedrichs (1940-2018).

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Nachruf auf Renate Friedrichs (Geb. 1940): Sie wollte nichts geschenkt haben

All die Entbehrungen ertrug sie. Wie die anderen Flüchtlinge sich klein und unsichtbar machten, das ertrug sie nicht.

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Sie hatten ja nichts, kaum zu essen, kaum Geld, und alle schauten sie immer so böse an. Flüchtlinge aus Ostpreußen, das waren sie. Dort, in der Heimat, war der Opa ein stolzer Bahnhofsvorsteher eines kleinen Ortes gewesen. Ihr geliebter Opa, Mütze, Uniform, Pfeife und Ziegenbart. Opa war es, der sie aufnahm und versorgte, nachdem der Vater im Krieg getötet worden war. Ein Kopfschuss in Litauen. Opa war es auch, der den letzten Zug zusammenstellte, mit dem sie und die Nachbarn vor der Front und den Panzern fliehen konnten. Erst landeten sie in Mecklenburg, nach vielen Irrwegen, Nächten in Kellern und Löchern schließlich in Glückstadt.

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