
Unsere Leserin, selbst Literaturlehrerin, fürchtet um die Fähigkeit der Kinder, an Schwierigem zu wachsen. Auch der Charme des Klassischen käme zu kurz. Und wie sehen Sie’s?

Unsere Leserin, selbst Literaturlehrerin, fürchtet um die Fähigkeit der Kinder, an Schwierigem zu wachsen. Auch der Charme des Klassischen käme zu kurz. Und wie sehen Sie’s?

Eine Hydra, die unmöglich zu bezwingen ist: Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leïla Slimani hat mit „Trag das Feuer weiter“ ihre Familientrilogie abgeschlossen.

Bücher, die den Verstand aufweichen, die sich zu sehr anempfindeln oder komplexe medizinische Sachverhalte erklären: Literaturkritiker Denis Scheck über die erfolgreichsten Sachbücher dieser Woche.

Autoren und Alkohol: Das ist eine alte und spektakuläre, traurige Verbindung. Säufergeschichten genießen hohe Aufmerksamkeit. Doch der Monat Januar ist von Natur aus eher nüchtern.

Kein anderer Schriftsteller hat sich nach dem Krieg so intensiv mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben in Berlin auseinandergesetzt wie Uwe Johnson. Das hatte auch mit seiner eigenen Fluchtgeschichte zu tun.

Der Autor Heinz Strunk eröffnet das Jahr mit schwarzem Humor, einer intensiven Lesung und Geschichten über Einsamkeit, Selbsthass und Alltagstragik. Die Autorin war dabei und berichtet von ihren Eindrücken.

Der Autor Joseph Croitoru zeigt auf, wie „das System Netanjahu“ von eingespielten Regeln lebt. Es fällt ihm leicht, ihre historischen Ursachen zu benennen. Doch beim Psychologischen gerät er ins Schlingern.

Ulrich Becher erzählt in seinem Buch „Männer machen Fehler“ vom Berliner Nachtleben der Weimarer Republik. 1933 musste er emigrieren. Nun kommen seine Geschichten wieder heraus - und sind eine Entdeckung.

René Koch war der Visagist und Vertrauter von Hildegard Knef. Zum 100. Geburtstag der Knef spricht er über Schlagfertigkeit, Begegnungen im KaDeWe – und ihre Vorliebe für buschige Kunstwimpern.

Mit ihrem Buch „Die späten Tage“ zieht die preisgekrönte Schriftstellerin Natascha Wodin die Bilanz ihres Lebens. Sie erzählt von den Malaisen und Lieben des Alters.

Als Kind in den Lagern des rumänischen Sozialismus: Der Ungar András Visky hat über diese Erfahrung ein Werk geschaffen, das an die Seite der Bücher von Primo Levi und Imre Kertész gehört.

Steuerschuldner in Berlin können an den Weihnachtsfeiertagen nicht aufatmen. Warum die Finanzämter in der Hauptstadt anders verfahren als im Nachbarland Brandenburg.

Ein neues Buch des Literaturnobelpreisträgers von 2023: Jon Fosses hat mit „Vaim“ ein Meisterwerk des mystischen Realismus geschrieben.

Einer breiteren Leserschaft wurde Kinsella durch den Roman „Die Schnäppchenjägerin“ bekannt. Im vergangenen Jahr hatte sie ihre Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Sebastian Fitzek ist schlimmer als Konsalik, Nelio Biedermann arg prätentiös und mit Sex aufgepimpt, und nur gut, dass es da noch eine Dorothee Elmiger und ihren Roman „Die Holländerinnen“ gibt.

Walzerfieber und Operettenwunder: Der Historiker Philipp Ther erzählt in seinem Buch „Klang der Monarchie“ die Geschichte des Habsburgerreiches anhand dessen Musik.

Die Autorin Virginia Woolf und ihr Mann Leonard hatten einen Affen. Die US-Schriftstellerin Sigrid Nunez erzählt in ihrem wiederveröffentlichten Roman „Mitz, das Pinseläffchen“ von dem Tier.

Mit seinem Buch „Schreiben in finsteren Zeiten“ legt der Germanist Helmuth Kiesel eine bewundernswerte Darstellung zwölf bitterer Jahre vor, in denen Exilierte und in Deutschland Gebliebene ihr materielles und intellektuelles Überleben zu sichern versuchten.

Die Comiczeichnerin Melanie Garanin versetzt Rainer Maria Rilke anlässlich seines 150. Geburtstags in das Jahr 2025. Das vermittelt einen neuen, beeindruckenden Zugang zu dem Dichter und seinem Werk.

In „Alles auf Anfang“ sucht das Podcast-Duo von „Trauer und Turnschuh“ in einem sich verdunkelnden politischen Raum nach Licht. Czollek und Haruna-Oelker stellen drängende Fragen – die man aber länger suchen muss.

Mit seinem neuen Roman „Königin Esther“ ist der Schriftsteller John Irving aktuell auf Lesereise, sein Heimatland Amerika lässt er dabei aus. Ein Gespräch über Faschismus, Außenseiter und literarische Tattoos.

Die 1887 in Palermo geborene und 1944 an Multipler Sklerose verstorbene Autorin Maria Messina erzählt in dem Band „Sterne, die fallen“ von den Folgen der Emigration. Es geht ihr um jene, die zurückbleiben.

Julia Peterk gab einer jungen Frau auf einem anderen Kontinent eine zweite Lebenschance. Erst nach zwei Jahren durfte sie erfahren, wer die Empfängerin ihrer Stammzellenspende war – dann besuchte sie sie.

Aussortierte Agenten, Stalker in Berlin, Killer auf Amrum: Wir empfehlen Thriller, die in Neapel, Den Haag, Argentinien, Oxfordshire oder Schöneberg spielen.

Von Christian Kracht über Sylvie Schenk, Aria Aber bis zu Katerina Poladjan und Georgi Gospodinov: Wir stellen Literatur vor, die unbedingt gelesen werden muss.

Ein Wunder an Hellsicht, Liebesbriefe und ein grantiges Alterswerk: Wir empfehlen aktuelle Sachbücher aus unterschiedlichen Wissensgebieten.

Klirrende Kälte und lange, dunkle Nachmittage? Das schreit nach einem guten Buch auf dem Sofa. Wir haben schöne Kinderbücher zum Vorlesen in der Adventszeit herausgesucht.

Der Literatur-Salon Potsdamer Straße lädt zu Kiez-Veranstaltungen, mit denen sich die Wiederentdeckung Adelbert von Chamissos fortsetzt. Auch sein Grab wurde restauriert.

Der Berliner Germanist wagt einen Appell, das Erzählen als gesellschaftliche Praxis zu begreifen, und beginnt damit im deutschen Wendeherbst 1989.

Er hat ukrainische und russische Wurzeln, ist außerdem Jude: Daniel Donskoys erstes Buch „Brennen“ verhandelt die eigene Identität und die Weltpolitik. Ein Gespräch über Protest, jüdischen Humor und die Liebe zum Feuer.

Voller Beschwingtheit und Fabulierlust: Mit seinen fünf neuen Erzählungen über das Alter, den Tod, das Kino und die Literatur demonstriert Salman Rushdie, wie gut er das Attentat überwunden hat.

Wimmelbild skurriler Typen: Der legendäre Comicautor Alan Moore will’s noch einmal wissen: „Das Große Wenn“ ist der Auftakt zu seiner fünfbändigen Romanreihe „Long London“.

Über den Horror des Alltags und die Einsamkeit suburbaner Durchschnittsexistenzen: Samanta Schweblin schildert in ihrem neuen Erzählungsband „Das gute Übel“ die Tragik lebensentscheidender Momente.

„Das einzig Wichtige, was ich je getan habe“: Marlene Dietrich absolvierte im Zweiten Weltkrieg mehr als 500 Auftritte für die US-Army. Davon erzählt jetzt ein Buch.

Über sich selbst zu schreiben, sodass es dem Werk zugutekommt, können nur wenige Sachbuch-Autoren. Giulia Enders gehört dazu, Andreas Englisch nicht.

Ort routinierter Gewalt und ökonomischer Zwänge: Nava Ebrahimi lässt für ihren Roman „Und Federn überall“ auf einem Geflügelschlachthof unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppen aufeinander treffen.

Knapp und präzise, fesselnd und hypnotisch – so beschreibt die Jury den Gewinner-Roman „Flesh“. Der Autor war nicht zum ersten Mal nominiert.

Kampferprobte Neonazis, selbsterklärte Rechtsintellektuelle, AfD-Politiker und ganz normale Wutbürger: Auf der Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle an der Saale kam das gesammelte Rechtsaußen-Spektrum zusammen.

In ihrem Debütroman „Der Sohn und das Schneeflöckchen“ erzählt Vernesa Berbo von der Belagerung ihrer einstigen Heimatstadt Sarajevo. Eine Begegnung in Berlin.

Allem Ende wohnt ein Zauber inne: Yulia Marfutova erzählt von den letzten Tagen des real existierenden Sozialismus in der Sowjetunion.

Von „Sounds“ und „Spex“ über „Tempo“ bis zu „Vanity Fair“: Die Literaturwissenschaftlerin Erika Thomalla zeichnet die Entwicklung des Popjournalismus und damit auch die der Pop- und Gegenwartsliteratur nach.

Boomjahre: Harald Jähner erzählt in seinem Epochenporträt „Wunderland“, wie sehr die „Gründerzeit“ von 1955 bis 1967 die Bundesrepublik bis heute prägt.

Joachim Gottschalk wollte sich nicht von seiner jüdischen Frau trennen. Deshalb bekam der Schauspieler Berufsverbot. Nun erzählt eine Biografie seine Geschichte.

Der Schauspieler, Musiker und Moderator Daniel Donskoy hat mit „Brennen“ seinen ersten Roman geschrieben - immer schön entlang der eigenen Biografie.

Katja Gloger und Georg Mascolo decken in einer höchst spannenden Fallstudie auf, wie die deutsche Politik sich das aggressive Russland viel zu lange schönredete.

Völlig unpolitisch waren Universitäten nie, sagt Literaturprofessorin Eva Geulen. Aber die momentanen Eingriffe der Politik bedrohen die Forschung. Von den Abhängigkeiten in der Wissenschaft und dem Recht zu lügen.

Konfrontation mit der Wirklichkeit: Die Literatur des diesjährigen Gastlandes der Frankfurter Buchmesse setzt sich intensiv mit der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation auseinander. Ein Besuch in Manila, der Hauptstadt der Philippinen.

Das Buch sei ein „faszinierender Trip ins Herz der Finsternis“, sagt die Jury. Für „Die Holländerinnen“ erhält Dorothee Elmiger jetzt einen der renommiertesten Literaturpreise.
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