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"Pelléas und Mélisande" an der Volksbühne: Roll rüber, Beethoven
"Pélleas und Mélisande", da denkt man gleich an Debussy. David Marton nicht. An der Volksbühne verpasst er Maeterlincks Drama einen neuen Soundtrack.
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Natürlich treibt das klassische Konzertwesen, von außen betrachtet, absonderliche Blüten. Es beginnt mit der unwidersprochenen Autorität, die so ein Flügel auf der Bühne in Anspruch nimmt, findet seine Fortsetzung in der Gewissheit des Pianisten, sich an den Tasten ungestört ins Spiel versenken zu können, und gipfelt im traumwandlerischen Einlaufen des Vokalisten in die Sängerbucht, jenem Ort der Selbstvergewisserung vor dem ersten Ton, eine Hand auf den Flügel gelegt, im Rücken ein Stahlkorsett von Steinway. Das ist auf jeden Fall Theater, mit Beigaben von Illusionshandwerk und Gottesdienst. Ergiebig also. Regisseur David Marton, der keine Grenzen zwischen Theater und Musikdrama kennt, spielt mit den Ritualen eines Konzerts, wenn er an der Volksbühne „Pelléas und Mélisande“ zu einem neuen Schauspiel mit Musik fügen will. Vorlage ist für ihn dabei Maurice Maeterlincks Drama von 1892 – und keineswegs die Oper von Debussy.
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