Sperrklausel für Kleinparteien: In Europa wird es ernster
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Martin Sonneborn von der Spaßpartei PARTEI in Erfolgspose vor dem Europaparlament. Die Show könnte bald vorbei sein.

© Patrick Seeger/epa/dpa

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Sperrklausel für Kleinparteien: In Europa wird es ernster

Künftig werden Splitter- und Spaßparteien es nicht mehr ins EU-Parlament schaffen. Die Demokratie wird das verschmerzen. Ein Kommentar.

Jost Müller Neuhof
Ein Kommentar von Jost Müller-Neuhof

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Bevor es zu bunt wird in Europa, sollen die bekannten politischen Farben wieder stärker in den Vordergrund treten. Auf deutsches Drängen werden die Wahlen zum Europaparlament spätestens ab 2024 mit einer Sperrklausel versehen. Splitter- und Spaßparteien müssen dann draußen bleiben. Zweimal war das Bundesverfassungsgericht dem deutschen Gesetzgeber in die Parade gefahren, weil eine allein national aufgestellte Prozenthürde für das auf die Standorte Straßburg und Brüssel verteilte Großparlament entbehrlich sei. Schließlich könne Europa auch ohne stabile Mandatsmehrheit regiert werden, hieß es. Empfindliche Abgeordnete reagierten gekränkt, doch Zugangshürden und demokratische Mitbestimmung bilden einen Widerspruch, der überwunden werden muss.

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