
© Surnaya Hisham/Reuters
Die politische Krise in Südafrika: Land ohne Führung
Nach Mandela hat der Niedergang Südafrikas begonnen. Jetzt geht sogar das Licht aus. Ein Kommentar aus einem ratlosen Land.
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Südafrika kann sich glücklich schätzen, dass es so dramatische Ereignisse wie das Erdbeben in Nepal oder das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer gibt, die den Westen derzeit mehr beschäftigen als der schleichende Niedergang des einstigen afrikanischen Hoffnungsträgers. Längst ist die weltweite Bewunderung für das friedliche Ende der Apartheid und die von Nelson Mandela eingeschlagene Versöhnungspolitik tiefer Ernüchterung über den Werdegang des Landes gewichen. Fassungslos schaut die Welt auf die neuerlichen Gewaltexzesse gegen afrikanische Zuwanderer in den Townships um Durban und Johannesburg. Die jahrelang vom Westen bewunderte und gepriesene Rassenharmonie hat sich als trügerischer Versöhnungskitsch entpuppt.
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