Die politische Krise in Südafrika: Land ohne Führung
zum Hauptinhalt
Südafrikas Präsident Jacob Zuma kommt angesichts der Vielzahl seiner Korruptionsaffären kaum noch zum Regieren. Aber für die Eröffnungsrede beim Weltwirtschaftsforum in Kapstadt hat es dann doch noch gereicht.

© Surnaya Hisham/Reuters

Tagesspiegel Plus

Die politische Krise in Südafrika: Land ohne Führung

Nach Mandela hat der Niedergang Südafrikas begonnen. Jetzt geht sogar das Licht aus. Ein Kommentar aus einem ratlosen Land.

Ein Kommentar von Wolfgang Drechsler

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Südafrika kann sich glücklich schätzen, dass es so dramatische Ereignisse wie das Erdbeben in Nepal oder das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer gibt, die den Westen derzeit mehr beschäftigen als der schleichende Niedergang des einstigen afrikanischen Hoffnungsträgers. Längst ist die weltweite Bewunderung für das friedliche Ende der Apartheid und die von Nelson Mandela eingeschlagene Versöhnungspolitik tiefer Ernüchterung über den Werdegang des Landes gewichen. Fassungslos schaut die Welt auf die neuerlichen Gewaltexzesse gegen afrikanische Zuwanderer in den Townships um Durban und Johannesburg. Die jahrelang vom Westen bewunderte und gepriesene Rassenharmonie hat sich als trügerischer Versöhnungskitsch entpuppt.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })