Ruanda ist weit gekommen. Die Wirtschaft wächst schnell. Aber immer noch arbeiten 80 Prozent der Bevölkerung auf winzigen Feldern in der Landwirtschaft und schaffen es kaum, auch nur ihre Familien zu ernähren. Dafür sind sie aber jetzt krankenversichert.
Es war ein Völkermord in unvorstellbarem Tempo, von bestialischer Brutalität. 800 000 Tutsi und Hutu starben in nur drei Monaten. Das war 1994, und die Welt schaute weg. Als das ganze Ausmaß klar wurde, hieß es: So etwas darf sich nie wiederholen. Doch die Vergangenheit reicht bis in die Gegenwart.
Die Elite der MBA-Anbieter stellt etliche Kurse frei ins Internet. Die ersten Studenten formen sich daraus ihr ganz persönliches Studien-Programm – kostenlos.
Sie haben keine andere Wahl. Notgedrungen leben Täter und Opfer des Völkermordes in Ruanda Tür an Tür. Versöhnungsgruppen sollen das erleichtern. Ihre Mitglieder denken an die Zukunft und sprechen selten über die Vergangenheit.
Wie ernst meint die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik ihr Versprechen zu mehr Engagement in Afrika? Im Moment lässt sie jedenfalls die Gelegenheit verstreichen, an einem anderen Krisenort einzugreifen
Vor 20 Jahren erlebte Ruanda einen Gewaltexzess, der etwa 800 000 Menschen das Leben kostete. Gerd Hankel, der am heutigen Mittwoch in Potsdam spricht, über Ruanda nach dem Genozid
Mit nahezu einer Million ermordeter Menschen endete der Völkermord in Ruanda vor 20 Jahren. Die juristische Aufarbeitung durch den Internationalen Strafgerichtshof und die ruandische Gerichtsbarkeit sind noch lange nicht abgeschlossen.
Was verrät die persönliche Einrichtung über einen Menschen? Einiges – aber sie kann auch auf falsche Fährten führen. Das zeigen Zimmer, die Berliner aus aller Welt für eine Schau gestaltet haben. Und nun allen zeigen.
Zum ersten Mal ist ein Völkermordprozess über Taten im Ausland in Deutschland zu Ende geführt worden. Frankfurter Gericht verurteilt ehemaligen Bürgermeister nach 120 Verhandlungstagen. Ruandas Botschafterin sieht in dem Urteil "ein Stück Gerechtigkeit".
Massaker an Bevölkerungsgruppen und deren Ursachen waren das Thema der Seminarreihe „Genozid, Identität und Anerkennung“, die das Lepsiushaus zusammen mit der Universität Potsdam veranstaltet hat. „Bei den Morden in Armenien, Ruanda, der Shoah und Völkermorden im Rahmen der Kolonialisierung von Staaten sind die Mechanismen vergleichbar“, stellt Roy Knocke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lepsiushaus fest.
Dramatisch gesunkene Müttersterblichkeit und weniger Malaria-Erkrankungen zählen zu den Erfolgen von Ruandas gemeindebasierter Pflichtkrankenkasse - einem für Afrika einzigartigen System.
Bürgerbeteiligung nimmt einen hohen Stellenwert in Ruanda ein: Ob monatelang vorbereitete Bewusstseinsmärsche, Bürgerversammlungen für Einzelschicksale oder der monatliche Pflichtdienst am Staat.
Die Kigali Genozid-Gedenkstätte erinnert an Tutsis, die Opfer des Genozids in Ruanda wurden. Am Ende der Ausstellung wird nun auch von Hutu-Rettern berichtet. Ob letztere auch zu den Opfern gehören, darüber herrscht Uneinigkeit.
20 Jahre nach dem Völkermord herrscht in Ruandas Hauptstadt Kigali eine schweizerische Sauberkeit - eine Art Gegenzauber zu Alpträumen, Erinnerungen und allgegenwärtiger Angst. Dagmar Dehmer berichtet eine Woche lang aus dem zentralafrikanischen Land.
Das neue Buch vom britischen Journalisten Tim Lewis erzählt die Geschichte des olympischen Radteams des wegen Genozids berüchtigten Landes Ruanda. Die Spannung ist greifbar.
Mehr als eine Million syrische Kinder wegen des Bürgerkriegs in ihrem Land auf der Flucht. Rasha Muhrez, Koordinatorin der Nothilfe von „SOS-Kinderdörfer“ in Syrien, über die Folgen des Konflikts, eine verlorene Generation und Geborgenheit in Zeiten des Krieges.
Sie kennen sich bisher kaum: Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken im Bundestag, und sein neuer Grünen-Kollege Anton Hofreiter. Bevor die große Koalition richtig loslegt, haben wir die Chefs der Opposition schon mal an einen Tisch gebeten. Es wurde ein Streitgespräch.
Bei diesem Film darf man lachen, obwohl es um Behinderte geht - Regisseur und Protagonisten haben ihr ausdrückliches Okay gegeben. Der behinderte Regisseur Niko von Glasow hat verschiedene Athleten auf ihrem Weg zu den Paralympics begleitet und das, obwohl er Sport eigentlich hasst.
Horror für die ganze Familie: Marc Forsters Weltuntergangsspektakel „World War Z“ – mit Brad Pitt als Hauptdarsteller. Nie wurde in Hollywood mehr Geld in einen Zombiefilm investiert
Bei der Wahl seiner Berater für Sicherheitspolitik in der zweiten Amtszeit nimmt Barack Obama wenig Rücksicht auf die Republikaner – obwohl er zum Teil deren Zustimmung für die Ernennungen benötigt. Er setzt auf zwei Frauen, die maßgeblich für die Entscheidung zur militärischen Intervention in Libyen waren: Susan Rice wird Sicherheitsberaterin, Samantha Power soll sie als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York ersetzen.
Bei der Wahl seiner Berater für Sicherheitspolitik in der zweiten Amtszeit nimmt Barack Obama wenig Rücksicht auf die Republikaner – obwohl er zum Teil deren Zustimmung für die Ernennungen benötigt. Er setzt auf zwei Frauen, die maßgeblich für die Entscheidung zur militärischen Intervention in Libyen waren: Susan Rice wird Sicherheitsberaterin, Samantha Power soll sie als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York ersetzen.
Um Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen, impft man nun in Afrika Mädchen gegen Humane Papillomviren (HPV). In Europa und den USA überwiegt dagegen immer noch die Skepsis.
Bei Auseinandersetzungen im Kongo ist Vergewaltigung systematisch als Kriegswaffe eingesetzt worden. Der Internationale Strafgerichtshof hat Ermittlungen dazu aufgenommen. Nun wird einem ehemaligen Mitarbeiter dieses sensiblen Verfahrens sexueller Missbrauch vorgeworfen.
Vom Auswärtigen Amt ins Rote Rathaus: Dieter Lamlé leitet die Auslandsabteilung der Senatskanzlei Mit Weltläufigkeit wirbt er für die Weltstadt – und hat dabei einen weißen Fleck auf der Landkarte entdeckt.
Manchmal zögern die Chefredakteure, bevor sie den Reiseantrag unterschreiben. „Möchtest du da wirklich hinfahren?“ Denn da, wo Ingrid Müller hinfährt, ist es in der Regel gefährlich. Im Salon berichtet sie über ihre Reportage-Reisen nach Pakistan und Afghanistan.
Der Atlas der Korruption wirft kein gutes Licht auf Europa. Als zweifelhaften Spitzenreiter hat Transparency International Griechenland ermittelt. Doch auch die Deutschen kommen nicht gut weg.
Selbst Kampfhubschrauber der Vereinten Nationen konnten sie nicht aufhalten: Die Rebellen im Ostkongo sind weiter auf dem Vormarsch. Die Vereinten Nationen befürchten nun eine humanitäre Katastrophe.
Ende des Jahres scheiden Deutschland und vier andere Länder nach zwei Jahren aus dem UN-Sicherheitsrat aus. Am Donnerstag wurden in New York die Nachfolger gewählt.