Citroen e-C3 Urban Range: Klein und pfiffig
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Steile Front und markante Lichtsignatur. Der nur 4,01 Meter lange Wagen ist wendig und agil im Stadtverkehr unterwegs.

© Foto: Citroen

Citroen e-C3 Urban Range: Klein und pfiffig

Der französische Autobauer präsentiert praktischen und vollelektrischen Kleinwagen für unter 20.000 Euro – Deutsche Elektro-Förderprämie geht noch ab

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Think big ist nicht immer die richtige Strategie. Etwa bei vollelektrischen Fahrzeugen. Klein, aber pfiffig ist zuweilen besser, zeigt Citroën. Größere Reichweite und größere Batterie bedeuten schließlich größeres Gewicht, größere Abmessungen – und vor allem höhere Anschaffungspreise. Und nicht jeder will und kann sich das leisten. Vor allem nicht Menschen, die sich vornehmlich im Metropolenraum und dem Umland auf kürzeren Strecken bewegen - egal ob als täglicher Pendler zur Arbeit, für Freizeitaktivitäten oder zum Einkaufen.

Mit dem neuen ë-C3 Urban Range macht Citroën ein Angebot speziell für diese Zielgruppe. Die 30-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 212 Kilometer. Im städtischen Verkehr sind sogar 300 Kilometer möglich, gibt Citroen an. Citroen nutzt für den Urban Range den schon seit 2024 angebotenen elektrischen e-C3 als Vorlage, der eine 44 kWh große Batterie und mehr Reichweite hat. Beide Fahrzeuge werden aber auf der gleichen Plattform montiert, die speziell für rein elektrische Fahrzeuge ausgelegt ist. Deswegen gibt es innen für einen Kleinwagen angenehm viel Platz.

Agile Beschleunigung, solide Verarbeitung

Bei der Testfahrt, zu der Citroen eingeladen hatte, zeigte sich der kompakte e-C3 Urban Range mit seinem 113 PS (83 kW) starken E-Motor und einem vollautomatischen Getriebe als ungemein praktisches und wendiges Fahrzeug. Trotz seines reduzierten Komfortangebots überzeugte der Urban Range mit agiler Beschleunigung, sicherem Fahrverhalten und solider Verarbeitung. Der Verbrauch lag bei der Testfahrt in sehr hügeligem Gelände und dichtem Stadtverkehr bei moderaten 17 kWh pro 100 Kilometer. Für den reinen Stadtverkehr gibt Citroen einen Verbrauch von 11,6 kWh an. Wegen der kleinen Batterie ist Schluss bei Tempo 125. Das reicht auch, denn Tempobolzer werden den Urban Range eh nicht kaufen.

Große Klappe. Der Kofferraum fasst 310 Liter, bei umgeklappter Bank sind es 1.200 Liter.

© Foto: Citroen

Vor allem aber ist das Fahrzeug preislich ungemein günstig und ist in Deutschland ab 19.990 Euro zu haben. In der gehobenen Ausstattungslinie Plus werden 23.450 Euro fällig. Geht davon noch die Elektro-Prämie der Bundesregierung von maximal 6.000 Euro ab, dann ist der e-C3 Urban Range ein mehr als attraktives Angebot. Der Wagen werde wohl zu einem hohen Anteil als Zweitwagen gekauft oder spreche vor allem junge, mobile Menschen zu Beginn ihres Berufslebens an, erwartet Citroen. Angeboten wird der C3 übrigens auch als Turbo-Benziner mit 74 kW (101 PS) Leistung und manuellem Sechs-Gang-Getriebe ab 16.290 Euro.

Enorm erfolgreich

Citroen präsentiert sich derzeit als sehr erfolgreiches Unternehmen. Im ersten Quartal 2026 setzte der französische Autobauer weltweit 190.000 Fahrzeuge ab – ein Plus von 10 Prozent. In Europa steigerte die Marke ihr Volumen sogar um 12,3 % und erreichte einen Marktanteil von 3,5 Prozent. Wesentlichen Anteil am Erfolg hat der C3, den es neben der reinen Elektroversion auch als Benziner und als Mild-Hybrid gibt. Dabei machen die Elektroversionen bereits 32 Prozent des Absatzmixes aus, sagt das Unternehmen.

Kantiges Design

Die Basis des e-C3 Urban Range, die 2023 vorgestellte vierte Generation des C3, kommt ziemlich kantig daher. Vorne hat die Schräghecklimousine mit SUV-Feeling eine kurze und kräftige Haube mit einer senkrechten Grillfront, an der ein sehr großes Citroen-Logo sitzt. Markant sind die serienmäßigen LED-Scheinwerfern mit einer dreigeteilten Lichtsignatur mit einer vertikalen und zwei horizontalen Linien über den Lufteinlässen. Auch an der Rückfront, die vom nach hinten gezogenen Dachspoiler geprägt wird, nehmen die Rücklichter die gleiche Lichtsignatur auf. Wählen können Kunden unter sechs Außenfarben.

Nicht knuffig, sondern ziemlich kantig. Aber für einen Kleinwagen sehr viel Raum für Passagiere.
Nicht knuffig, sondern ziemlich kantig. Aber für einen Kleinwagen mit sehr viel Raum für Passagiere.

© Foto: Citroen

Auffällig ist der lange Radstand mit kurzen Überhängen vorne und hinten und die Kunststoffprotektoren an den Radhäusern, die im Stadtverkehr hilfreich gegen kleine Dellen sind. Der 4,01 Meter lange Kleinwagen bietet eine erhöhte Fahrposition, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern und auch eine größere Bodenfreiheit, was bei der Testfahrt in unwegsamem Gelände eine sichere Fahrt über die Bodenwellen, Bordsteine und Schlaglöcher erleichterte. Das unkonventionell geformte Lenkrad liegt gut in der Hand, die Straßenlage und Dämpfung ist ausreichend. Oberklassen-Kurvenverhalten und hochpreisige Achskonstruktionen erwartet wohl niemand. Der Kofferraum fasst 310 Liter, was für einen Kleinwagen angemessen ist. Bei umgeklappten Rücksitzen kann bis zu 1200 Liter Gepäck verstaut werden.

Navigation über eigenes Handy

Die Komfort-Sitze Advanced Comfort Sitze mit Dämpfung machten sich sehr angenehm bemerkbar – die gibt es aber erst in der Ausstattungslinie Plus. Neben der erhöhten Sitzposition punktet der e-C3 Urban Range auch mit enorm viel Kopffreiheit. Im Fahrgastraum beeindruckt vor allem das serienmäßige Fahrerdisplay, das über dem sehr kleinen und abgeflachten Lenkrad in einem schmalen Band direkt unter der Windschutzscheibe untergebracht ist – und ähnlich gut im Blickfeld des Fahrers liegt wie ein herkömmliches Head-up-Display.

In der gehobenen Ausstattungslinie Plus sitzt über der aufgeräumten Mittelkonsole mit dem Kippschalter für die Fahrstufen ein zehn Zoll großer Infotainment-Touchscreen. Der ermöglicht den Zugriff auf Navigation, Telefon, Radio, Apps und Medienfunktionen. Es ist drahtlos kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto. Es gibt lediglich vier Kippschalter – alle ausschließlich für Belüftung und Klima.

Ungewöhnliches Lenkrad und darüber flaches Info-Display. Serienmäßig gibt es nur eine Handy-Halterung, den Touchscreen erst in der höheren Ausstattungslinie Plus.
Ungewöhnliches Lenkrad und direkt unter der Frontscheibe ein flaches Info-Display. Serienmäßig gibt es nur eine Handy-Halterung, den Touchscreen erst in der höheren Ausstattungslinie Plus.

© Foto: Citroen

In der Basisausstattungslinie You gibt es dagegen kein Display, sondern nur eine Handy-Halterung - zur Navigation muss man das eigene Mobilgerät anschließen, dass sich mit der bereitgestellten Smartphone-App inklusive Web-Radio verbindet. Das ist ungewöhnlich, aber funktioniert. Bei der Testfahrt wünschte man sich aber zuweilen einen etwas größeren Bildschirm, vor allem bei unübersichtlichen Streckenführungen. Das aber ist der Preis für ein so preiswertes Auto.

Schneller laden kostet extra

Verwirrend sind ein wenig die Ladeoptionen. Serienmäßig ist der Urban Range mit einem 7,4 kW Onboard Charger ausgerüstet. Wer schneller laden möchte, der kann für 400 Euro entweder einen 11 kW starken Wechselstrom-Charger erhalten – oder für 500 Euro eine Gleichstrom-Ausrüstung, um mit 30 kW an öffentlichen Stationen laden zu können. Beides zusammen geht nicht. An einer 11-kW-Wallbox dauert die Aufladung der Batterie knapp zwei Stunden; an einer öffentlichen Ladestation mit 30 kW kann die Batterie in 36 Minuten auf 80 Prozent geladen werden können, gibt Citroen an.

Angeboten werden zwei Ausstattungslinien. Zur Einstiegsversion „You“ gehören eine automatische Fahrlichteinschaltung, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, ein Tempomat sowie Parksensoren für das Heck. Hinzu kommen serienmäßig eine Palette von Fahrerassistenzfunktionen wie einem aktiven Notbremssystem, aktivem Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und einem Aufmerksamkeitsassistent inklusive Driver Monitoring Kamera. Serienmäßig sind LED-Tagfahrlichter; LED-Abblend- und Fernlicht-Scheinwerfer aber gibt es erst in der Ausstattungslinie Plus.

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