Alle Tagesspiegel-Artikel vom 11.02.2001
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Die Grünen wollen die Einführung des angekündigten neuen Preissystems für Bahnfahrten Mitte des kommenden Jahres mit einer Senkung der Mehrwertsteuer für den Schienenverkehr verbinden. Fahrkarten im Personenfernverkehr würden dann fast zehn Prozent billiger, sagte der verkehrspolitische Sprecher Albert Schmidt.

Mehr als 10 000 Menschen haben sich in Norddeutschland mit Demonstrationen und Protestaktionen gegen die geplante Schließung von Bundeswehrstandorten in ihren Heimatregionen gewehrt. Der Städte- und Gemeindebund forderte am Samstag so genannte "Härtefonds" für besonders schwache Regionen, um ein wirtschaftliches Vakuum infolge der Schließung von Garnisonen zu vermeiden.

Die Jazz-Kaderschmiede der HdK ist bekannt für den überdurchschnittlichen Output hochmotivierter Nachwuchsmusiker. Diese zeichnen sich nicht nur durch profunde instrumentale Fertigkeiten, sondern meist auch durch ausgeprägte Ensemblefähigkeit aus.

Boris Becker steht nach den Turbulenzen um seine Scheidung und um sein uneheliches Kind in London offenbar weiterer Ärger ins Haus. Wie das Münchner Magazin "Focus" in seiner neuen Ausgabe berichtet, droht dem früheren Tennisidol eine Forderung in Höhe von 50 Millionen Mark vom Münchner Finanzamt.

Die Berliner CDU-Spitze tritt heute Vormittag zu einer Krisensitzung zusammen. Unter Leitung des Regierenden Bürgermeisters und CDU-Landeschefs Eberhard Diepgen werden Landesvorstand, Fraktionsführung und die zwölf Berliner Kreisvorsitzenden über die parteiinterne Spendenaffäre beraten.

Jede Reise in die Welt ist auch eine Reise ins Ich. Selbst die äußere Ausschweifung, die Sehnsucht, den Grenzen der eigenen Haut, Kultur oder Geographie zu entkommen, birgt die Hoffnung, irgendwo die eigene Existenz zu befestigen, abzubilden.

Der kritische Dialog sei gescheitert, weiter gebe es schwerste Menschenrechtsverletzungen im Iran. Ohne nachweisbare Erfolge dürfe es keine weitere Annäherung geben, sonst stärke die Bundesregierung nur das Mullah-Regime.

Von Christoph von Marschall

"Das Ende der Welt" heißt ein Buch von Robert Jay Lifton, das 1994 in Deutschland erschien - nicht um es vorherzusagen, sondern als Studie des amerikanischen Psychologen und Psychiaters an der New York University über gerade grassierende Weltuntergangshysterien. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2001 und die Welt steht noch.

Wer hat sich noch nicht irgendwann mal darüber geärgert? Da sitzt man irgendwo in Berlin in einem Restaurant oder in einem Café und hat beständig das Gefühl, dass man sich als Gast beim Kellner entschuldigen muss.

Sie sitzt apathisch in einem der bunten Wägelchen und lässt sich herumschubsen, wobei ihr ganzer Körper durchgeschüttelt wird. Und wenn eine Fahrt zu Ende ist, bleibt sie sitzen, bis die nächste beginnt.

Von Daniela Sannwald

Die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat einen besseren Schutz für Mitarbeiter in asbestbelasteten Dienstgebäuden gefordert. Die Sprecherin für Stadtentwicklung, Claudia Hämmerling, nannte es am Sonntag "verantwortungslos", dass die Beschäftigten zweier Plattenbauten der Polizei und des Bundesgrenzschutzes über eine mögliche Asbestbelastung nicht informiert worden seien.

Rund 30 Teilnehmer wollen sich heute am Kurfürstendamm Ecke Johann-Georg-Straße zu einer Kundgebung versammeln. Das eher ungewöhnlich klingende Motto der Aktion: "Presseerklärung verlesen: Verschwundener Gefangener in der Türkei".

Die Gewerkschaft ÖTV hat vor einem Scheitern der Gespräche über eine Quote für die Energiegewinnung aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gewarnt. "Wenn die Quote nicht kommt, werden in den nächsten zehn Jahren bis zu 20 000 Arbeitsplätze wegfallen", sagte der für Energiepolitik zuständige ÖTV-Vorstand Erhard Ott dem Handelsblatt.

Ein Kreislauf-Kollaps von Startläufer Marco Morgenstern überschattete das dramatische Staffelrennen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka und führte dazu, dass die letzte deutsche Medaillen-Hoffnung frühzeitig verflog. Kreidebleich taumelte der Altenberger den Anstieg zu den so genannten Kamelbuckeln hinauf, stürzte mehrfach in den Schnee und schleppte sich doch noch zum Wechsel.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging mit "House of Love" die erste Staffel einer Reality-Show der neuen Generation zu Ende. Und entgegen allen Unkenrufen hatte "House of Love" gar keine schlechten Quoten: 2, 16 Millionen Deutsche saßen Samstag nacht vor dem Fernseher, als die 28-jährige Anja gemeinsam mit dem Österreicher Thomas die letzte Nacht im Liebeshaus verbrachte.

Ernst Pulsfort ist ein Mann klarer Worte. Als vehementer Kritiker der "Körperwelten"-Ausstellung, in der Leichen gezeigt werden, hat er sich unlängst Gehör verschafft, und auch in der normalen Sonntagsmesse in der Kirche der katholischen Akademie in Mitte, St.

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