Mehr Berlin: Kunst, Politik und Stadtgefühl – Seite 10
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Mehr Berlin

„Einsteigen, bitte! Zurückbleiben, bitte!“ Ab geht’s in den Tunnel. Im Untergrund interessiert architektonische Finesse die wenigsten. Dabei spiegeln die teils grandiosen, teils bizarren Bahnhöfe mehr als 100 Jahre Berliner Baugeschichte. Zeit für eine Fahrt durch die Jahrzehnte – und eine Stationen-Stilkritik.

Von Tilmann Strasser
Schutzmann. Der Köpenicker Denkmalschützer Christian Breer frühmorgens vor dem ehemaligen Ausflugslokal „Riviera“. Der Besitzer des Geländes lässt das Haus verfallen – darum übernimmt nun der Bezirk.

In Zeiten von Immobilienboom und klammen Bezirken gibt es immer mehr Arbeit für immer weniger Denkmalschützer. Die kämpfen mal um jede Fliese, mal lassen sie Investoren überraschend viel durchgehen – warum eigentlich?

Von Tiemo Rink
Sägen, Ohrenschützer, Sechskantschlüssel: Werkzeuge im Leihladen "Leila" in Prenzlauer Berg.

Autos, Bücher, Bohrmaschinen: In Berlin muss man Dinge nicht mehr besitzen, um sie zu nutzen. Überall blüht die „Sharing Economy“ – als politische Bewegung und als Geschäftsmodell. Eine Erkundung in zehn Lektionen.

Von
  • Veronica Frenzel
  • Sebastian Leber
Alles im Griff? Die Pankower Doktorandin Johanna, 30, mit ihrer sechsjährigen Tochter Klara.

Die Statistik sagt: In einem Drittel der Berliner Familien kümmert sich nur ein Erwachsener um die Kinder. Aber was bedeutet es wirklich, alleinerziehend zu sein? Wir haben zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Sommer lang begleitet.

In den Gerichtshöfen in Wedding sind Künstler um ihren Verbleib besorgt. Hier das Atelier von Birgit Bayer Weiland.

Berlin sei der wichtigste Ort in der Welt, an dem neue Kunst entsteht, heißt es. Doch der Platz dafür wird immer knapper. Atelierhäuser und Werkstatt-Etagen werden verdrängt, um Wohnraum Platz zu machen. Dabei gibt es Ideen, beides miteinander zu verbinden.

Von Anna Pataczek
Internet und Spätkauf. Diese Kombination ist in Berlin heute deutlich gängiger als das klassische Internetcafé. Hier steht Fatih Ücel vor dem Laden, den er seit wenigen Wochen gemeinsam mit seinem Bruder Selcuk in der Neuköllner Karl-Marx-Straße betreibt.

Vor 20 Jahren eröffneten in Deutschland die ersten Internetcafés. Heute, im Zeitalter des Smartphones, braucht sie niemand mehr. Wirklich? Niemand? Eine Bestandsaufnahme in acht Neuköllner Szenen.

Von Dominik Drutschmann
Lohn des Roofers: Aussicht über die Dächer Berlins.

Für eine Großstadt ist Berlin ziemlich flach, findet Marat Dupri. Er muss es wissen. Der junge Russe klettert auf die höchsten Gebäude der Welt – um hinunterzublicken. Auch die Berliner Dächer entdecken Roofer wie er mittlerweile für sich.

Von Nik Afanasjew
Ball angucken. Wie nutze ich den Spin? Yannick Sprengel, Hertha BSC, kommt beim Vorranglisten-A-Turnier des Berliner Tischtennisverbands bis ins Viertelfinale.

Rekordquoten, Rekordeinnahmen, Spiele als weltweite Straßenfeger: Der Fußball steht im Zenit. Leidet darunter die Aufmerksamkeit für andere Sportarten? Ein Streifzug durch das Berlin der Tänzer, Turner und Tennisspieler.

Von Ariane Bemmer
Pater Antonius, Prior im Dominikanerkloster in der Oldenburger Straße in Berlin-Moabit.

Sie leben mit Drop-outs in Kreuzberg und kickern mit Jugendlichen in Marzahn. 400 Nonnen und 125 Mönche beten und arbeiten in Berlin – und immer neue Orden zieht es hierher. Ein Überblick.

Rettung ist nah. Doch viele Rettungsstellen in Berlin sind überfüllt - dann passieren Fehler, die vermieden werden könnten.

Aymeric zieht nach Berlin für ein Praktikum. 48 Stunden später ist er tot, gestorben an einer Herzmuskelentzündung, obwohl er hier noch zwei Rettungsstellen und einen Arzt aufsuchte. Wie konnte das passieren? Eine Rekonstruktion.

Von Verena Friederike Hasel
Da ist das Ding! Die Mitte Berlins findet sich bei 52 Grad, 30 Minuten und 10,4 Sekunden nördlicher Breite und 13 Grad, 24 Minuten und 15,1 Sekunden östlicher Länge. Anders gesagt: im Gebüsch neben einem Sportplatz.

N52° 30’ 10,4, E13° 24’ 15,1, Berlins geografische Mitte: Wer diesen Punkt aufsucht, landet in einem toten Winkel von Kreuzberg – und staunt. Zwischen Sozialbau, Spießbürgerlichkeit und zartem Pioniergeist ist die Stadt hier ganz bei sich.

Von Johannes Ehrmann

Kippenberger-Freund Ulrich Strothjohann wird gern als "bekanntester unbekannter Künstler" tituliert. Dabei hat sein Werk doch jede Bekanntheit verdient. Für unsere gedruckte Samstagsbeilage MEHR BERLIN hat er die Titelseite gestaltet. Im Video zeigt er, dass sich die dort abgebildeten Kehrschaufeln auch für Performances eignen.

Was geblieben ist. Noch heute erinnern zahllose Blindgänger an das Bombardement von Berlin vor 70 Jahren.

Vor 70 Jahren tobte die Luftschlacht um Berlin. Heute entschärft Dietmar Püpke die Last, die Männer wie Jeff Gray damals hier abwarfen. Was Püpke und Gray teilen, ist die Nähe zur Bombe

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